75 Jahre Wohlfahrtsmarken:
Geburtstagsfeier in Schloss Bellevue
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundesfinanzminister Christian Lindner und BAGFW-Präsident Michael Groß haben am 5. Februar die Jubiläums-Wohlfahrtsmarken-Serie präsentiert. Zum 75. Geburtstag soll thematisch an die erste Ausgabe im Jahr 1949 angeknüpft werden. Der Titel der damaligen Serie lautete „Helfer der Menschheit“ und ehrte Personen, deren Wirken zum Wohle der Menschen beigetragen hat.
Man war sich einig, dass der Gedanke, dass Menschen durch ihre Tätigkeit anderen Menschen helfen, bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Mit den neuen Marken soll er in die Jetztzeit transportiert werden. Einerseits wird so an die Ursprünge der Briefmarken mit Zuschlag als Finanzierungsinstrument für soziale Hilfen verwiesen. Andererseits werden durch die Auswahl der Motive gleichzeitig einzelne Arbeitsfelder der Wohlfahrtsverbände beispielhaft dargestellt. Angesichts der gegenwärtigen Lage zeigen die drei Marken die Motive „Pflege“, „Flüchtlingshilfe“ und „Fluthilfe“.
Der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. (BAGFW) dankte neben dem Bundespräsidenten und dem Bundesfinanzminister allen Partnern für die teils jahrzehntelange Unterstützung. Alle drei brachten ihren Dank und ihre Wertschätzung für das Engagement der zahlreichen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in den Wohlfahrtsverbänden zum Ausdruck. Angesichts der leider seit Jahren rückläufigen Verkaufszahlen und damit der Erlöse ist diese Unterstützung unabdingbar, damit das „Porto mit Herz“ nicht nur eine beeindruckende Vergangenheit, sondern auch eine Zukunft hat.
Als Zeichen dieser Wertschätzung hat der Bundespräsident 15 Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich engagiert haben, zu seinem Bürgerfest am 13. September 2024 in Schloss Bellevue eingeladen. Ein besonderer Fokus lag bei der Auswahl der Gäste auf der Förderung des jungen Ehrenamtes. Die Abteilung Wohlfahrtsmarken hat wie in den Vorjahren die Auswahl und Benennung durch die Verbände organisiert.
Im lichtdurchfluteten Großen Saal im Haus der EKD in Berlin wurde am Montag, den 25. November die Weihnachtsmarke 2024 präsentiert.
Die Hausherrin Prälatin Dr. Anne Gidion begrüßte die Gäste aus Politik, Kirchen, Verbänden und Philatelie.
Ein Filmbeitrag der Deutschen Welle unter dem Titel „Neues Licht in alten Mauern“ zeigte eindrucksvoll die Herstellung der Kirchenfenster in der Abtei St. Mauritius in Tholey, aus denen das Motiv der Marke stammt. Die deutsch-afghanische Künstlerin Mahbuba Maqsoodi hat mit ihrem Team unvergleichliche Fenster geschaffen, die das katholische Gotteshaus mit „himmlischem Licht“ durchfluten.
Die Vorstellung des Sonderpostwertzeichens „Weihnachten“ übernahm in Vertretung des Finanzministers Ministerialdirigenten Marianne Kothé. Sie dankte der Künstlerin für deren ausgezeichnete Arbeit sowie den Grafikern Professor Dieter Ziegenfeuter und Susanne Wustmann für die gelungene Umsetzung auf der Briefmarke.
Einer langjährigen Tradition folgend überreichte sie Alben mit den Erstdrucken an den Präsidenten der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. (BAGFW) und Vertretern der Mitgliedsverbände als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für deren wichtigen und unverzichtbaren Beitrag für Menschen in besonders schwierigen Lebenslagen.
Neben der Vorbereitung und Begleitung der Veranstaltungen hat die Abteilung Wohlfahrtsmarken sich in zahlreichen Gesprächen mit den Partnern Bundesfinanzministerium und Deutsche Post dafür eingesetzt, die Rahmenbedingungen für die Produktion und den Vertrieb der Wohlfahrts- und Weihnachtsmarken zu verbessern. Als besonderer Erfolg darf dabei die Zustimmung zur Herausgabe eines MarkenSets mit selbstklebenden Marken zur Frankatur des Großbriefes erstmals zur Serie 2025 gewertet werden. Damit wurde einem seit Jahren formulierten Wunsch der Verbände entsprochen.
Im Tagesgeschäft nahm die Abwicklung des Bestell- und Rechnungswesens für Verbandsbestellungen von Wohlfahrts- und Weihnachtsmarken mit mehr als 10.000 Einzelbestellungen den größten Raum ein.